Dexter - Interview mit Michael C. Hall

Veröffentlicht von Hanna Huge. | Dezember 10, 2009

Michael C. Hall berichtet im Serienjunkies-Interview warum er Dexter gerne als Simpsons-Figur sehen würde und wie er mit seiner Frau Jennifer Carpenter (Debra) am Set harmoniert.

Serienjunkies.de: Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zur aktuellen Staffel "Dexter". Die Serie ist derzeit nicht nur erzählerisch, sondern auch in Sachen Quoten auf ihrem absoluten Höhepunkt. Wie fühlt sich das an?

Michael C. Hall: Es ist wirklich toll. Wir hoffen natürlich, dass möglichst viele Menschen zusehen, aber dass es so gut läuft, obwohl wir schon in der vierten Staffel sind, freut uns alle sehr.

Serienjunkies.de: Was ist deines Erachtens nach das Geheimnis des anhaltenden Erfolges?

Michael C. Hall: Vor allem haben die Autoren in dieser Staffel viele neue Situationen für Dexter und die anderen Charaktere geschaffen, die diese so bislang so noch nicht erlebt haben. Es hat wohl niemand in der ersten Staffel gedacht, dass Dexter mal als Ehemann und Vater zu sehen sein würde. Mitzuerleben, wie er diese Situationen meistert, ist ein wirklich guter Grund einzuschalten.

Serienjunkies.de: Was hat es mit Harry, seinem Vater, auf sich, der ihm immer wieder erscheint?

Michael C. Hall: Harry ist ein Teil Dexters, den er unterdrückt hat. Im Grunde spricht er mit sich selbst, und kann so die Beziehung zu seinem verstorbenen Vater am Leben erhalten. Dies dient vor allem dazu, Dexters inneren Konflikt zu zeigen. Manchmal geben diese Szenen aber auch nur Informationen darüber , was gerade in ihm vor sich geht. Die Szenen sind äußerst aufschlussreich für den Zuschauer.

Serienjunkies.de: Du schaffst es sehr gut, den liebenswerten Ehemann und den kranken Serienmörder in einer Rolle zu vereinbaren. Ist es das, was die Zuschauer so an Dexter fasziniert?

Michael C. Hall:
Oh, danke sehr. Ich glaube, Dexter ist dem Publikum deshalb so sympathisch, weil er furchtbare Menschen tötet. Wären seine Opfer unschuldige wäre er kein Symphatieträger. Hinzu kommt, dass ein Teil von ihm kindlich harmlos wirkt; und er meines Erachtens nach  nicht so knallhart agiert wie er es gerne täte. Ihm haftet eine Ernsthaftigkeit an in der Art, wie er anderen Menschen entgegentritt. Vor allem seit er verheiratet ist, bemerken wir, wie viel Mühe er sich gibt, menschlich zu sein. Und fasziniert dürften die Zuschauer auch sein, weil nur sie sein Geheimnis kennen.

Serienjunkies.de: Braucht das Publikum jemanden wie Dexter?

Michael C. Hall: Die Figur scheint definitiv etwas anzusprechen, was manche Leute brauchen. Womöglich haben wir alle eine dunkle Seite, und es gefällt uns als Zuschauer in diese zu blicken.


Serienjunkies.de: Wie viel Einfluss nimmst du als Executive Producer auf die Entwicklung der Figuren und ihre Geschichten?

Michael C. Hall: Meine Arbeit als Produzent spielt sich hauptsächlich am Set ab. Mein wichtigster Job ist der als Hauptdarsteller und die Umsetzung dessen, was für mich geschrieben wird. Zudem haben wir wundervolle Autoren, dahin gehend habe ich somit keine Ambitionen.


Serienjunkies.de: Wie ist es eigentlich inzwischen am Set, seit du mit Jennifer Carpenter, die Dexters Schwester Deb spielt, verheiratet bist?

Michael C. Hall: Wir haben uns schon während des Castings für die Pilotepisode zum ersten Mal getroffen und kennen uns somit schon recht lange . Seit dieser Ziet sind wir auch befreundet. Von daher ist es wenig anders am Set, eher besser, weil man seinen Schauspielpartnern auch vertrauen muss und das können Jennifer und ich gut. Insofern kosten wir unsere gemeinsamen Szenen besonders aus, wobei diese nicht besonders häufig sind. Im Grunde ist es sogar für uns als Schauspielerpaar ziemlich gut zusammen zu arbeiten, so sehen wir einander öfter


Serienjunkies.de: Sowohl "Dexter" als auch deine vorherige Serie, "Six Feet Under", sind keine leichte Kost. Warum suchst du dir so schwierige Rollen aus?

Michael C. Hall: Das hat viel mit Timing zu tun. Die Serien haben mich ebenso sehr ausgesucht wie ich sie.
Ich bin sehr dankbar dafür, so viel Zeit in komplexe Charaktere wie David Fisher und Dexter Morgan investiert haben zu dürfen. Eine Figur an die man sich auf unbestimmte Zeit in einer Fernsehserie bindet, sollte schon einigen Spielraum für Entwicklungen lassen.

Serienjunkies.de: Mit welcher Serie würdest du dir mal ein Cross-Over wünschen?

Michael C. Hall: Bei den "Simpsons" sollte Dexter erscheinen. Eine animierte Version von mir - da würde ich mich unsterblich fühlen.

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