Wieso eine Frau mit Klasse wie Karen (Natascha McElhone) dieses sexuelle Hin und Her mit sich machen lässt, sich vom Ex Honig um den hübschen Mund schmieren und ihn nach Belieben gewähren lässt...
Dass Hank Moody (David Duchovny) nicht das Scheusal ist, das er auf den ersten Blick scheint, haben wir ja inzwischen geklärt (siehe Californication - Hank Moody – Frauenfeind oder Supermann?). Wieso eine Frau mit Klasse wie Karen (Natascha McElhone) dieses sexuelle Hin und Her mit sich machen lässt, sich vom Ex Honig um den hübschen Mund schmieren und ihn nach Belieben gewähren lässt, ist eine andere Frage.
Kann Liebe wirklich so weit gehen, zumal eine verkorkste Liebe wie die der beiden Figuren? Es ist ja ein weit verbreitetes Vorurteil, dass Frauen auf... pardon... Arschlöcher stehen. Dahinter stecken zu viele romantische Hollywood-Komödien, in denen die Heldin dem Falschen hinterher jagt, und allzu viele People-Stories von Blitzhochzeiten und schnellen Scheidungen. Tatsächlich fühlt sich wohl jede Frau einmal in ihrem Leben zu jemandem hingezogen, der nicht gut für sie ist. Doch gäbe es Tochter Becca (Madeleine Martin) nicht, hätte sich Karen wohl längst von Hank gelöst.
Vermutlich ist es aber noch viel mehr so, dass Karen, so züchtig sie auch manchmal tut, im Grunde vom gleichen Schlag ist wie unser Lieblings-Autor. Sie würde sich zwar niemals durch die Betten schlafen und belächelt Hanks großspuriges Auftreten mehr als dass sie dies als Teil von ihm akzeptiert; aber ist sie gar genauso ein Lebemann (gibt es das Pendant Lebefrau?) wie er? Dass sie am Ende der ersten Staffel, am Tag ihrer Hochzeit, einem Impuls folgte und zu Hank ins Auto sprang, sollte spätestens gezeigt haben, dass sie sich etwas vormacht, wenn sie glaubt, dass eine 08/15-Ehe, zumal mit einem zugeknöpften Spießer wie Bill, ihr Lebenstraum ist.
Gleichzeitig - und das weicht jetzt von der eigentlich nicht zu beantwortenden Frage, warum Karen sich das antut, ab - war doch der Reiz von „Californication" immer, dass Hank sie einfach nicht haben konnte. Und dass ihr Nachname van der Beek so selten genannt wurde, dass ich gerade sogar erst mal nachschlagen musste, zeigt, dass die Figur Karen zwar am Besten funktioniert, wenn sie eigenständig ist und trotzdem eine Moody bleibt. Jetzt ist das Paar also wieder zusammen und es wird kaum harmonisch laufen, so dass die Beziehung der beiden letztlich doch nur ein mögliches Ende hat: ein Ende.
Comments
Das ist doch genau was sie will nur diesen man sie sollte sich für ihn entscheiden und nicht so rum zicken!!!
Schreibt mehr über Californication...aber weniger über die Liebe...sondern über die CHICKS!!
In der 3.Staffel gibt es ja anscheinend jede Menge frische Studentinnen zu bewundern...Der Sommer wird heiß!
Kann sich ein Kerl wie Hank Moody denn überhaupt ändern???...und, selbst wenn - wäre er dann nicht schon wieder langweilig?
Dem stimme ich zu! Besser eine spannender Kerl als eine Spießer-Beziehung...
Was ist denn eine Spießer-Beziehung?!? Ist es etwa spießig gut behandelt zu werden und die Vollidioten hinter sich zu lassen, die meinen, dass Frauen allzeit willig und bereit sein müssen?!???
Kennt man das nicht aus dem wahren Leben? Frauen, die immer wieder zurückkehren, obwohl sie wissen, dass der Kerl ihnen nicht gut tut! Jedes Mal mit der Hoffnung, dass dieses Mal ALLES anders werden wird... Vielleicht ist eine Bilderbuch-Beziehung eben nur halb so spannend wie die Variante à la Hank Moody?
Also träumen Frauen eigentlich gar nicht von dem Prinzen auf dem Pferd, sondern insgeheim eher von richtigen Kerlen wie Hank???