Der letzte große Auftritt von „Dirty Dancing“-Star Patrick Swayze. Als Undercover-Agent in der Serie „The Beast“, ab 28. Januar 2010 immer donnerstags um 20.15 Uhr.
Es ist bemerkenswert, was Patrick Swayze in der ambitionierten Serie „The Beast" leistete. Seine Darstellung des knallharten FBI-Undercoverveterans Charles Barker ist so gut und kraftvoll - nie hätte man es als Zuschauer für möglich gehalten, dass der mit „Dirty Dancing" berühmt gewordene Schauspieler schon wenige Monate später den Kampf gegen den Krebs verlieren würde.

Die Erfinder der Serie, Vincent Angell und William Rotko, liefern eine runde Cop-Serie, die von ihrem charismatischen Hauptdarsteller und der hervorragenden audio-visuellen Umsetzung lebt. Swayze ist Charles Barker, einer dieser Undercover-Cops der alten Schule, der sich als neuen Partner einen jungen ungeschliffenen Diamanten erwählt - Barker fühlt sich an seine Jugend erinnert - und zu schleifen versucht. Barker mag seinen Kaffee schwarz und spielt natürlich nach den eigenen Regeln: „Yes, there's a line. So we know where to cross it."
Swayzes durch Alter und Chemotherapie vernarbtes und erschöpftes Gesicht (in unzähligen extremen Close-Ups präsentiert) unterstützt die Glaubwürdigkeit seiner Figur als Veteran zahlreicher Undercover-Schlachten mit den Schurken. Immer wieder wird auf eine geheimnisvolle und dadurch interessante Vergangenheit der Figur angespielt, die nach und nach gelüftet wird. Barkers neuer Partner Ellis (gespielt von Ex-Model Travis Fimmel) ist letztendlich eher ein Leichtgewicht, das des Öfteren in den Hintergrund gerät. Dabei ist gerade der Hintergrund in „The Biest" das Besondere: die ausgeblichenen, dunklen Bildern von Chicago - herrlich!
Generell ist der visuelle Stil der Serie ein Genuss. Es wurde einfach ausgezeichnet gefilmt, besonders on location. Das Kamerateam hat alles gegeben, um Chicagos Locations für die Serie arbeiten zu lassen. Vor allem die dialogbehafteten Szenen aus den ersten Episoden mit zugefrorenen Wasserflächen als Hintergrund mitten im Winter sind grandios. Es ist eine Herausforderung eine solche Szene in dieser Umgebung zu filmen und sie spannend zu gestalten! Dies ist den Machern eindrücklich gelungen!.
Zudem stellen diese Aufnahmen eine Metapher über die Serie und ihre Protagonisten dar, die sich ständig auf dem dünnen Eis der Undercover-Arbeit bewegen - oder mit Barker ausgedrückt: „If you're not careful, the beast will eat it all, and you have nothing, and you are nothing." Leider traf diese Aussage seiner fiktionalen Figur den Menschen Swayze im realen Leben, bevor Barkers Reise abgeschlossen werden konnte. „The Beast" ist auf alle Fälle das Einschalten wert!
Comments
Schade, dass man nicht auf eine Fortsetzung mit Patrick Swayze hoffen kann...
The Beast ist sooo spannend. Hatte Patrick Swayze vorher eigentlich nie als besonders guten Schauspieler gesehen. Bemerkenswerte Leistung!
Hab genau das gleiche gedacht wie du! Ich fand Patrick Swayze aber auch richtig gut!
Swayze als Cop, nicht schlecht gelungen...obwohl er mir als Tanzlehrer DEUTLICH besser gefallen hat.
...aber in THE BEAST hat er deutlich mehr Format!
Wow! Ich war von der 1. Folge mehr als begeistert!!!
Ich bin schon gespannt...Swayze als Undercover-Cop?!? Kann ich mir irgendwie noch nicht so recht vorstellen....aber das muss ich mir als Fan auf jeden Fall anschauen!